Historisches Neuhardenberg
Im Jahre 1348 erfährt Neuhardenberg eine erste urkundliche Erwähnung als Qilicz (später Quilitz).
Joachim Bernhard von Prittwitz, Rittmeister der Zeitenschen Husaren, wurde Quilitz im Jahre1763 als "Königliche Dotation" vergeben, nachdem er in der Schlacht bei Kunersdorf seinen König Friedrich dem Großen das Leben rettete.
Nach einem Großbrand im Jahre 1801 wurde der Ort von Karl Friedrich Schinkel neu angelegt.
Nach Verkauf an die Krone erfolgte 1814 eine neuerliche "Königliche Dotation" an den Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg, der den Ort sogleich in Neu Hardenberg umbenennen ließ.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Ort in Marxwalde umbenannt. 1954/55 erfolgte die Umgestaltung zum "Sozialistischen Musterdorf".
Am Ortrand zog 1957 die NVA mit einer Garnison und anschließend ein Jagdfliegergeschwader ein. Zudem beherbergte der Flugplatz die DDR Regierungsstaffel. Nach der Wende erfolgte die Umbenennung des Orts in Neuhardenberg. Im Jahre 1996 wurde das Schloß Neuhardenberg an die Familie von Hardenberg rückübertragen. Nach Erwerb des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes begannen umfassende Restaurierungsarbeiten am Schloß, die im Jahre 2000 ihren glanzvollen Abschluß fanden.
Sehenswert und gestaltet von Peter Josef Lenne´, sowie Hermann Fürst von Pückler - Muskau, ist auch der Schlosspark, der 2004 zum schönsten Park Deutschlands ernannt wurde.
Geleitet durch die Stiftung Schloß Neuhardenberg finden heutzutage - neben dem Hotel und Gaststättenbetrieb - zahlreiche Ausstellungen, Konzerte, Tanz– und Theaterveranstaltungen statt.
Historisches Altfriedland und Sehenswertes
Altfriedland liegt im nordöstlichsten Zipfel des Naturparks Märkische Schweiz und grenzt an das
Oderbruch, jene Niederung, die sich bis 20 km Breite die Oder entlang zieht mit Ihren Deichen, Auen und Fließen. Wo einst
Wendenfischer das an Teichen, Seen und Wasserläufen reiche Land bewirtschafteten, entstand auf einer schmalen Landzunge zwischen
Kloster- und Kietzersee ein Zisterzienser - Nonnenkloster – erstmals im Jahre 1271 urkundlich erwähnt.
Während die Klosterkirche 1734 eingreifend erneuert wurde, sind vom einstigem Kloster nur noch Reste erhalten: ein Kreuzgangflügel mit Kreuzrippenwölbung und das anschließende Refektorium, ein schöner zweischiffiger Saal dessen Sterngewölbe auf schlanken Säulen ruht. Fontane hat das Refektorium bei seinen Besuch Altfriedlands noch in seiner ganzen Schönheit gesehen und bei seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg beschrieben. Heute ist Altfriedland ein Dorf inmitten einer einmaligen unverbrauchten Kulturlandschaft.

Sehenswert in Altfriedland und nähere Umgebung sind: die Klosterruine, die Klosterkirche (Konzerte), das Pfarrhaus, das ehem. Gutshaus und der Gutspark, mehrere Naturdenkmäler (Napolion-Eiche und Nonnen-Eiche), die Vogelbeobachtungskanzeln, die Fischereibetriebe, die Seen, die Teiche, die Fließgewässer sowie
Badestrände Klostersee und Lettinsee. Weitere Informationen gibt es bei der Tourist Information Altfriedland "Langes Haus".