EuropÄisches Vogelschutzgebiet
Die Seen- und Teichlandschaft um Altfriedland ist Bestandteil des
Naturparks Märkische Schweiz und für den Naturschutz von besonderer Bedeutung. Denn das ca. 700 ha umfassende Gebiet ist Nahrungsrevier für solche vom Aussterben bedrohte Arten wie dem Weiß- und dem Schwarzstorch, dem See- und Fischadler, die hier auch brüten. Brutstätte für: Tafel- und Reiherente, Flußseeschwalbe, Beutelmeise, Graugans, Lach- und Silbermöwe sowie dem Eisvogel. Durchzugsgebiet bzw. Rastplatz für jährlich 6000 bis 7000 Gänse auf ihrem Weg zu den Winter- bzw. Sommerquartieren. Mauserrastplatz mehrerer Entenarten, die dafür die ruhigen Pufferzonen um das Teichgebiet benötigen.

Das Vogelparadies, das den EG-Richtlinien für ein "Europäisches Vogelschutzgebiet" (Important Bird Area) entspricht, entstand auf der Grundlage einer bewirtschafteten Teichlandschaft. Ende der 60er Jahre wurde in diesem Niedermoorgebiet am Stobber eine Karpfenzucht angelegt. Zu diesem Zweck wurden 19 Teiche mit insgesamt 280 ha Teichnutzfläche eingerichtet. Der größte Teich (ca. 200 ha) überdeckt das Verlandungsgebiet des Kietzer Sees und das ursprüngliche Mündungsgebiet des Stobber zum Friedländer Strom. So wie sein Entstehen ist auch der Fortbestand des Vogelschutzgebietes an die fischereiwirtschaftliche Nutzung gebunden, die hier einverträglich mit dem Naturschutz betrieben wird.
Damit die Vögel nicht beunruhigt werden, halten Sie bitte folgende Verhaltensgrundsätze ein: Das Befahren der Gewässer ist nicht gestattet. Bleiben Sie auf den
Wanderwegen. Stellen Sie ihre Autos auf den Parkplätzen im Ort und insbesondere an der B 167 ab. Die beiden Beobachtungskanzeln 1 km nordöstlich von Altfriedland bzw. am Storchenschornstein in der Ortsmitte von Karlsdorf bieten Ihnen gute Möglichkeiten zur Beobachtung der Vögel.